Archiv für August 2006

Tote Hunde bringen den Engeln Bares

Mittwoch, 30. August 2006

Hells Angels erstreiten 800.000 Dollar für tote Hunde

Drei tote Hunde machen den kalifornischen Behörden Kummer und lassen beim Motorradclub Hells Angels die Kasse klingeln. Die kalifornische Stadt San José muss den Motorrad-Fans 800.000 Dollar (rund 620.000 Euro) für den Tod von drei Hunden bezahlen. Das ist das Ergebnis eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen den Hells Angels und der Stadt.
Mordfall im “Pink Poodle” führte zu Razzien

Die Tiere – der Rottweiler “Bronze” und die beiden Schäferhund-Mischlinge “Sam” und “Dog” – waren bei Razzien der Polizei in den Wohnungen von Clubmitgliedern erschossen worden – völlig unnötigerweise, wie ihre Anwälte geltend machten. Bei der Razzia, die Anfang 1998 stattfand, waren 90 Polizeibeamte im Einsatz. Durchsucht wurden das Club-Hauptquartier sowie die Wohnungen von neun Mitgliedern des Motorradclubs, die im Verdacht standen, an einem Mord im Stripclub “Pink Poodle” beteiligt gewesen zu sein. Der Hauptverdächtige wurde später freigesprochen; von den anderen wurde niemand angeklagt.

Die Polizeiaktion hat dem Club bereits viel Geld eingebracht. In einem Vergleich mit dem Sheriff-Bezirk Santa Clara hatten die Motorradfahrer zuvor bereits 990.000 Dollar (rund 770.000 Euro) zugesprochen bekommen.

Quelle: tagesschau.de

Vorsicht: Sowas ist auf deutsche Rechtsverhältnisse nicht übertragbar. ;-)

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Busenparade

Donnerstag, 24. August 2006

Die Wahrheit in der taz berichtet:

Mehr Busen sehen als sonst konnten die Einwohner der neuseeländischen Stadt Auckland gestern. 20 barbusige Pornostars, die nur mit nietenbesetzten kniehohen Stiefeln und knappen Lederhöschen bekleidet waren, fuhren am Mittwoch auf Motorrädern hinter zwei Panzern her. Mit ihrer Busenparade lockten sie tausende Schaulustige an. Aber auch ein paar Busengegner demonstrierten auf der Straße. In Neuseeland gibt es jedoch kein Gesetz, das Frauen verbietet, oben ohne auf Motorrädern herumzufahren, solange sie einen Helm tragen.

Bilder können bei der Leserbrief-Redaktion der taz angefordert werden. Bitte eine Kopie der Bilder ans Blog.

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Motorräder sind fester Bestandteil des Verkehrsgeschehens

Dienstag, 22. August 2006



“Motorräder sind heute fester Bestandteil des Verkehrsgeschehens und ein wichtiges Fortbewegungsmittel gerade in den Städten. Es waren die Motorradfahrer selbst, die durch umsichtiges Verhalten in den vergangenen Jahren Klischees und Vorurteile in der Bevölkerung abgebaut haben.” Das sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe beim 20. Motorradgottesdienst im Hamburger Michel. Der Minister unterstrich, dass Verkehrssicherheit für Motorradfahrer weiterhin ein wichtiges Thema in seinem Ministerium sei. So setze man verstärkt auf Angebote von Sicherheitstrainings für Zweiradfahrer. Aber auch Autofahrern müssten immer wieder die Besonderheiten der Zweiräder bewusst gemacht werden. Dazu zählten unter anderem geringere Sichtbarkeit und stärkere Beschleunigung. In den vergangenen Jahren habe es aber auch viele praktische Verbesserungen gegeben. Stolpe erinnerte an die Ausrüstung von gefährlichen Streckenabschnitten mit Schutzplankenpfostenummantelungen (SPU). Entsprechende Programme der Straßenbauverwaltungen der Länder für die Ausrüstung der Bundesstraßen mit SPU wurden seit 1997 mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Millionen Euro schrittweise umgesetzt. Der Minister nannte auch das Merkblatt für die sachgerechte Instandsetzung von Straßenschäden. Die Straßenbauverwaltungen der Länder werden damit informiert und aufgefordert, bei der Reparatur von Straßenoberflächen technische Verfahren zu nutzen, die den besonderen Sicherheitsanforderungen von Motorrädern entsprechen.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Nr.: 213/03

Das hört sich ja erst einmal sehr gut an. Den Worten müßten jedoch die Taten folgen. Die Pressemeldung stammt vom 15. Juni 2003. Seitdem bin ich ca. 40.000 km mit/auf dem Motorrad unterwegs gewesen. Gesehen habe ich nicht allzu viel von dem, was der Politiker da vollmundig angekündigt hat. Dafür habe ich aber den einen oder anderen Fall als Anwalt bekommen, bei dem Motorradfahrer zu Schaden kamen, weil die Straßen und deren Möbel nicht in dem Zustand waren, in dem sie hätten sein sollen.

Es ist ein weiter Weg vom Wahlkampfgetöse bis zur Realisierung der gegebenen Versprechen.

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Da fehlt was

Montag, 21. August 2006


Man könnte an einen Diebstahl denken – oder den teilweise mißglückten Versuch eines solchen:

Mitohne Räder

… oder auch nur an einen unfreiwillig eingeklappten Mittelständer beim Versuch, die Reifen zu wechseln.

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Urlaub

Donnerstag, 10. August 2006


Falls mich jemand sucht, irgendwo hier bin ich mit meiner Q bis nächste Woche Sonntag.

Schwarzwald

Wo stehen die Blitzer? ;-)

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Sparen beim Rechtsüberholen

Freitag, 4. August 2006


Man spart ja, wo man kann.

Wilhelm Brause fährt gemütlich – naja, so gemütlich wie es eben geht – über die Autobahn.

Er kommt aber nicht weiter, weil Mütterchen Mü nur über ein begrenztes Kontingent an Spurwechseln verfügt, damit sehr sparsam umgeht und mit ihrem Automatikpolo die linke Spur dicht macht. Schließlich ist da ja in etwa 5 km Entfernung ein LKW auf der rechten Spur, den sie überholen will.

Brause steht vor einer wichtigen Entscheidung. Links blinken? Mit dem Licht hupen? Dicht auffahren mit Fernlicht? Das könnte teuer werden:

Für 135 km/h und 6 Meter Abstand gibt es 250 Euro, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot. Wenn das Drängeln nicht sogar unter den Nötigungsparagrafen fällt oder zur Gefährdung des Straßenverkehrs wird.


Brause blickt nach rechts – die Spur ist frei fast bis zum Horizont – und blättert im Bußgeldkatalog. Dort findet er die Ziffer 17:

Außerhalb geschlossener Ortschaften rechts überholt: 50 Euro und 3 Punkte.


Es geht aber noch günstiger. Ziffer 88 des Bußgeldkatalogs bietet sich an:

Seitenstreifen zum Zweck des schnelleren Vorwärtskommens benutzt: 50 Euro und 2 Punkte.


Tja, der BKat macht es den Brauses leicht.

Übrigens: Noch billiger ist das Blockieren der linken Spur. Kostet 40 Euro und bringt einen Punkt.

Bußgeldsachen | 3 Kommentare

Einer zuviel auf der Tankstelle

Mittwoch, 2. August 2006


Die Jungs vom MC Bandidos mögen die Brüder vom MC Red Devils nicht. Und umgekehrt. Man versucht, so gut wie es eben geht, sich aus dem Weg zu gehen. Wenn aber ein Member des einen MC im Revier des anderen MC angetroffen wird, könnte es Zoff geben. So war es im Mai vergangenen Jahres.

Und weil der Devil dem Bandido seine Kutte nicht “freiwillig” herausgeben wollte, verhandelt man das Treffen der beiden auf einer Moabiter Tankstelle gleich nebenan – vor der 37. Großen Strafkammer des Landgericht Berlin.

Eine ernste Angelegenheit: Die Wegnahme der Kutte unter Anwendung von Waffengewalt könnte eine Freiheitsstrafe von mehr als 5 Jahren nach sich ziehen. Nicht lustig.

Die Gerichtsreporterin Barbara Keller liefert weitere Details zu dem Verfahren auf www.BerlinKriminell.de

Strafrecht | Keine Kommentare

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