Donnerstag, 31. Mai 2007
Nicht nur der Gegenverkehr ist der Feind des Überholers, sondern auch der Vordermann:
Wenn der Motorradfahrer das Überholen einer Fahrzeug Kolonne nicht abbricht, obwohl ein in der Kolonne vorausfahrendes Auto ebenfalls zum Überholen ansetzt, haftet er zu 70 %.
urteilte das Landgericht Potsdam (SP 2006, 415)
Was ich auch immer wieder beobachte, ist der mangelnde seitliche Abstand zu der Kolonne. Möglichst weit links zu fahren (am besten bei eingeschaltetem Fernlicht), ergibt eine Menge Spielraum für solche Fälle, wie den oben zitierten. Wenn der Abstand nach rechts lediglich den vorgeschriebene Meter beträgt, wird’s eben manchmal zu eng.
Allgemein |
Mittwoch, 30. Mai 2007
Über den Friedhof schallt die Biker-Hymne «Angels Forever». Gemeint sind die, die sich um das offene Grab und den weißen Sarg geschart haben und ihre Visitenkarte auf dem Rücken tragen: «Hells Angels» ist rot auf weiß hundertfach zu lesen. Einen Steinwurf entfernt glitzert das Chrom ihrer Harleys in der Sonne. Nicht nur die Einheimischen sind sich an diesem Mittwoch sicher: So eine Beerdigung hat Ibbenbüren-Laggenbeck im Münsterland noch nicht gesehen.
Quelle und lesenswerter weiterer Bericht: Stefan Clauser auf ad hoc news
Über 1000 Members der Hells Angels nahmen am Mittwoch Abschied von ihrem getöteten Club-Mitglied. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten rund 600 Motorräder an, auch Delegationen aus dem europäischen Ausland und sogar aus Übersee hatten den Weg nach Ibbenbüren gefunden, um an dem Trauerzug teilzunehmen.
Das muß eine beeindruckende Beerdigung gewesen sein.
Rocker |
Mittwoch, 30. Mai 2007
Wenn ein Motorradfahrer wegen einer Schreckreaktion überbremst und in der Folge stürzt, obwohl der andere KFZ-Führer sich nicht verkehrswidrig verhalten hat, haftet der Kradler für seinen Schaden allein.
Landgericht Darmstadt, SP 2006, 414
Dagegen hilft nur üben, üben, üben.
Unfallrecht |
Dienstag, 29. Mai 2007
Dazu hatte ich vom 4. bis 6. Mai 2007 in Most reichlich Gelegenheit.

Das Nadelöhr am Ende der Start-/Zielgeraden und damit die alte Streckenführung ist geblieben. Nach dem Umbau ist die Stelle zwar ein wenig breiter geworden, aber immer noch der ultimative Kick – wenn dann der Mut nach dem Saisonstart endlich wieder da ist, das Gas vor dieser Schikane nicht zuzudrehen … und dann darauf zu hoffen, daß einem in der langen Linkskurve bei 250 km/h die Straße nicht ausgeht.
Danach gings mir wieder besser.
Foto: Markus Kiefer
Allgemein |
Montag, 28. Mai 2007
dpa berichtet über eine weitere Durchsuchung, im Zusammenhang mit der aktuellen Auseinandersetzung der beiden MCs Hells Angels und Bandidos steht:
Razzia im Münsterland: In Greven hat ein Großaufgebot der Polizei ein Clubheim der Rockergruppe «Bandidos» durchsucht. Dabei wurde ein Arsenal von Munition, Äxten, Messern und Schlagwerkzeugen entdeckt. Laut Polizei habe es Hinweise für eine bevorstehende Auseinandersetzung der «Bandidos» mit den verfeindeten «Hells Angels» gegeben. Der habe man vorbeugen wollen. Zwischen den verfeindeten Gruppen schwelt seit Wochen ein brutaler Konflikt. Vor knapp einer Woche wurde ein Mitglied der «Hells Angels» erschossen.
Wohl wegen des Feiertags ist die Nachrichtenlage noch etwas dünn. Die Hintergründe und nähere Umstände sind selbst in der Szene selbst noch nicht überall bekannt.
Hinweis gefunden bei Rechtsanwalt Werner Siebers, Braunschweig
Rocker |
Samstag, 26. Mai 2007
DEN HAAG – Der holländische Leutnant dessen Arbeitsverhältniss beim Militär wegen seiner Zugehörigkeit zum Black Sheep MC in Frage gestellt wurde gewann nun gegen seine Arbeitgeber. Er darf weiterhin in seinem Motorradclub als Mitglied verbleiben.
Die niederländische Generalität hatte die Nähe des Black Sheep MC zu den Hells Angels als ausreichenden Grund genommen, das Arbeitsverhältniss des Leutnants zu kündigen.
Nachdem sich der Soldat mit einem Anwalt gegen die ungerechtfertigte angekündikte Entlassung zur Wehr setzte kam es im Generalsstab zu einer erstaunlichen Einsicht. In einem Brief entschuldigte sich die oberste Heeresleitung bei dem Mann. Seine Mitgliedschaft im Black Sheep MC stehe seiner guten Arbeit im Militär nicht im Wege, und es wäre der Generalität auch nie in den Sinn gekommen den Leutnant unter Druck setzen zu wollen und ihn zum Verlassen seines MC´s zu nötigen.
Quelle: ride free
Motorradrecht beeinhaltet also auch Beamten- und Soldatenrecht. Hätte ich nicht gedacht.
Danke für den Link an die Rockerbraut.
Allgemein |
Samstag, 26. Mai 2007
Bei einem Verkehrsunfall am Freitagmorgen auf der Berliner Stadtautobahn ist eine 34-jährige Frau aus Brandenburg ums Leben gekommen.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge war die Frau gegen 6 Uhr mit ihrem Motorrad auf der Rudolf- Wissell- Brücke in der linken Fahrspur Richtung Seestraße unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Siemensdamm streifte sie aus bislang noch ungeklärter Ursache die Betonspundwand, die beide Richtungsfahrbahnen trennt. Die 34-Jährige verlor die Kontrolle über ihre Kawasaki, stürzte auf die Gegenfahrbahn und wurde dort vom Taxi eines 53-jährigen Spandauers erfaßt. Die Kradfahrerin starb noch am Unfallort.
Die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Den gesamten Vormittag über waren die Polizisten am Unfallort im Einsatz, um den Unfallablauf zu rekonstruieren und nach Spuren zu suchen. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Während der Ermittlungen war die Stadtautobahn an der Unfallstelle in beiden Richtungen für etwa vier Stunden komplett gesperrt. Es kam zu kilometerlangen Staus. Auch die Nebenstraßen waren verstopft. Gegen 10 Uhr 30 war die Autobahn wieder frei.
Die Verkehrspolizei sucht noch Zeugen, die Hinweise zum Ablauf des tragischen Geschehens geben können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 4664 28 14 81 entgegen genommen.
Quelle: Polizeiticker
Diese Meldung hörte man gestern den gesamten Vormittag im Radio. Nicht wegen der Motorradfahrerin (oder wegen des Taxifahrers). Sondern wegen des Verkehrsstaus in der Stadt.
Unfallrecht |
Freitag, 25. Mai 2007

Hoppla. 
Naja. Das gibt aber wenigstens gute Haltungsnoten …
Danke an Níls für den Schnapschuß.
Foto: Spiegel Online
Unfallrecht |
Mittwoch, 23. Mai 2007
Der Mitinhaber einer Motorradhandlung ist am Mittwochmorgen in seinem Geschäft in Ibbenbüren (Kreis Steinfurt) erschossen worden. Nach Angaben der Polizei war der Getötete Mitglied des Motorrad-Clubs «Hells Angels». Das Motiv für die Tat ist noch völlig unklar.
Quelle: ad-hoc-news
Link gefunden bei Strafprozesse und andere Ungereimtheiten
Vor dem Hintergrund der u.a. in Berlin stattgefundenen Auseinandersetzungen und Polizeimaßnahmen (Beitrag mit weiteren Links hier) liegt auch bei den Ermittlern in Ibbenbüren der Verdacht nahe, daß es sich um eine Fortsetzung der Animositäten zwischen Hells Angels und Bandidos handeln könnte. Man ermittele “auch” in diese Richtung, teilte ein Staatsanwalt mit.
n-tv spricht allerdings nur von einer “Kommunikationsstörung” zwischen den beiden MCs.
In fünf Orten des Münsterlandes und in Hannover wurden ferner sechs Objekte durchsucht. Dabei handelte es sich um Wohnungen und Häuser von “Bandidos”-Mitgliedern. Dort fanden Polizisten ein Waffenarsenal, darunter eine Maschinenpistole, zwei Pump-Guns, zwei scharfe Handgranaten, mehrere Kleinkaliber- und Luftgewehre, mehrere Kilogramm Munition, eine Machete und mehrere “Rambo-Messer”. Fünf Menschen seien festgenommen worden, Haftbefehle würden geprüft, sagte Schweer.
Quelle und nachfolgendes Foto: n-tv

Das sieht nicht mehr nach einem Kindergeburtstag aus.
Rocker |
Dienstag, 22. Mai 2007
Leichte Schnittverletzungen am Bein erlitt heute (21.5.07) Nachmittag ein Angehöriger eines Motorradclubs in Hohenschönhausen bei einer Auseinandersetzung mit Mitgliedern eines anderen Clubs. Auslöser war offenbar ein noch nicht geklärter Verkehrsvorgang, bei der ein Mitglied der „Bandidos“ auf seinem Motorrad mit drei Angehörigen der „Hells Angels“ in einem „BMW“ gegen 16 Uhr an der Indira-Gandhi- Ecke Hansastraße vor einem Fast-Food-Restaurant aneinander geriet. Im Verlauf der sich daraus entwickelnden körperlichen Auseinandersetzung, in die noch zwei weitere Angehörige der „Hells Angels“ eingriffen, wurde einer der Beteiligten durch ein Messer am Bein verletzt. Von Zeugen alarmierte Polizisten wurden von den Männern bedroht. Sie forderten den Mann mit dem Messer auf, dieses zur Seite zu legen, was er jedoch ignorierte. Nachdem ein Beamter einen Warnschuss in die Luft abgegeben hatte, ließen sich die Männer von weiteren eintreffenden Polizisten widerstandslos festnehmen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen, die durch das LKA geführt werden, dauern an.
Quelle: Polizeiticker
Diese Rangelei im Straßenverkehr eskalierte dann in einem Einsatz von nahezu 100 Polizeibeamten in der darauf folgenden Nacht, über den ich heute hier und hier berichtet habe
Rocker |